Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

Rezept: Zucchini-Karotten-Julienne mit Bolognese-Soße aus dem Slow-Cooker

Ein Teller Zucchini-Karotten-Julienne mit Bolognese-Sauce.

Normalerweise lassen mich Hypes eher kalt. So war ich anfänglich skeptisch, als die Mode aufkam, Zucchini und Karotten in dünne Streifen zu schneiden und diese dann als Nudel-Ersatz zu verkaufen.

Natürlich habe ich das auch mal ausprobiert und dazu meinen Sparschäler als Streifen-Schneider benutzt. Das war zwar eher mühsam, aber als Abwechslung ganz nett.

Neulich las ich die Empfehlung, einen Julienne-Schneider zu benutzen. Dann war ich bekehrt …

Grundsätzlich bin ich bei Paleo-„Nachbauten“ eher skeptisch: Warum soll man etwas nachbauen, nur um sich Gewohnheiten unterzuordnen oder sich künstlich Konventionen anzunähern?

Und so ließ mich die Mode eher kalt, Gemüse in feine Streifen zu schneiden und das als Nudel-Ersatz zu verwenden.

Auf der anderen Seite gibt es schon längst Gemüse-Streifen aus einem ganz anderen Kontext: Dann heißt das nämlich Julienne und kommt aus der französischen Küche.

Dann gibt es noch ein ganz praktisches Problem: Gemüse in feine Streifen zu schneiden kostet Zeit und Mühe. Macht man nicht wirklich gerne. Ein Sparschäler bringt ein wenig Erleichterung, die richtige Offenbarung war das für mich aber nie so richtig.

Der Clou: Spezielle Julienne-Schneider

Zucchini-Karotten-Julienne

Dann las ich in einem Kochbuch über einen „Julienne-Schneider“ und bestellte mir prompt einen. Die Wahl fiel auf den „Gefu 13780 Spiralschneider Spirelli 2.0*“, weil er bei Amazon die besten Bewertungen hatte.

Was soll ich sagen: Ein Unterschied wie Tag und Nacht. So ein Julienne-Schneider zaubert wortwörtlich im Handumdrehen aus Karotten, Zucchini und anderem Gemüse lange, feine Streifen und das ganz ohne Mühe. Einfach sauber zu machen ist der auch noch.

Und so habe ich mich eines besseren belehren lassen: Zucchini-Karotten-Julienne sind wirklich toll und man kann sie mit beliebigen Pasta-Soßen kombinieren. Gesünder als Getreide-Nudeln sind sie alle mal, und sie schmecken auch noch besser. Was will man mehr?

Ich finde Paleo-Nachbauten immer noch eher albern. Auf der anderen Seite: Warum tun die Leute so als wären das „Nudeln“ oder denken sich vermeintlich coole Namen wie „Zoodeln“ aus? Warum nicht das Kind beim Namen nennen und schlicht: Gemüse-Julienne sagen?

Und so folgt jetzt ein Rezept für Zucchini-Karotten-Julienne mit einer richtig guten Soße. Die kommt aus einem weiteren Lieblings-Küchengerät, dem Slow-Cooker.

Rezept: Zucchini-Karotten-Julienne mit Slow-Cooker-Bolognese-Soße

Dieses Soßen-Rezept habe ich aus Danielle Walkers Buch Paleo-Küche für Genießer: 160 einfache Rezepte ohne Gluten, Getreide und Milchprodukte* abgewandelt und für den Slow-Cooker etwas angepasst. Gerade Soßen entwickeln im Slow-Cooker ein tolles Aroma!

Wer keinen Slow-Cooker hat, kann auch einen ganz normalen Topf verwenden und den Inhalt bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren lassen. Allerdings sind Slow-Cooker mit ca. 50 Euro sehr günstig zu haben und sie halten dafür automatisch die richtige Temperatur.

Zutaten (Zucchini-Karotten-Julienne)

  • 3 Karotten
  • 3 Zucchini
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung (Zucchini-Karotten-Julienne)

  1. Die Karotten und die Zucchini mit einem Julienne-Schneider oder einem Sparschäler zu Nudel-artigen Streifen verarbeiten.
  2. Die Gemüse-Julienne in einer Schüssel mit dem Olivenöl und dem Salz vermengen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Zutaten (Bolognese-Soße)

  • 3 EL Olivenöl
  • 400 g Hackfleisch
  • 2–3 Markknochen-Stücke (jeweils ca. Daumen-lang, je nach Angebot des Metzgers)
  • 2–3 Zwiebeln, klein gehackt
  • 4–5 Knoblauchzehen, klein gehackt
  • 2–3 Karotten, in Scheiben geschnitten
  • ca. 750 g Tomaten, passiert
  • 1 EL Honig
  • 1–2 Schuss Zitronensaft oder Apfelessig
  • 1 EL Oregano
  • 1,5 TL Salz
  • 1/2 Bund Basilikum, klein gehackt
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie, klein gehackt

Zubereitung (Bolognese-Soße)

  1. Die gehackten Zwiebeln mit dem gehackten Knoblauch ca. 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze in 3 EL Olivenöl anbraten und in den Slow-Cooker geben.
  2. Das Hackfleisch ca. 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze in 3 EL Olivenöl anbraten und ebenfalls in den Slow-Cooker geben.
  3. Die Markknochen-Stücke von beiden Seiten ca. 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze in 3 EL Olivenöl anbraten und ebenfalls in den Slow-Cooker geben.
  4. Alle anderen Zutaten bis auf die Petersilie in den Slow-Cooker geben und das Ganze bei mittlerer Temperatur-Einstellung und geschlossenem Deckel ca. 8 Stunden garen.
  5. 10 Minuten vor dem Servieren die Petersilie hinzugeben.
  6. Die Gemüse-Julienne mit der Soße anrichten.

Ab sofort probieren wir bei uns Zuhause alle Nudel-Soßen „von damals“ wieder durch …

Guten Appetit!

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Von Constantin Gonzalez am 26.07.2016, aktualisiert: 19.12.2016 in Rezepte.


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Mit der Paleo-Ernährung (oder: „Paleo-Diät“) bin ich heute 18 kg leichter und fitter als je zuvor. Jetzt wandle ich mich vom Couch-Potato zum Athleten. Das hätte ich als klassischer „Geek“ nie gedacht!

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