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Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

28.01.2013, aktualisiert: 18.12.2014 | Kommentare

Paleo-Rezept: Picadillo

Ein Teller „Picadillo“

Kein Rezept bringt die drei Haupt-Zutaten der Paleo-Küche — Fleisch, Gemüse und Früchte — so genussvoll und aromatisch zusammen wie dieses Gericht: Picadillo.

Ausgesprochen wird es: „Pikadiyo“, denn das doppelte „l“ wird im Spanischen wie „y“ gesprochen. Das Gericht stammt nämlich aus der Karibik, genauer gesagt aus Cuba.

Gefunden habe ich es in einem karibischen Kochbuch namens Hamlyn Essential Caribbean: Step-by-step Recipes with Style (Hamlyn Cookery)*, das mir ein Freund aus den USA mal geschenkt hat. Die Karibische Küche steckt voll von paleo-tauglichen Rezepten, man muß nur hier und da etwas Mehl aus der Zutatenliste streichen, gelegentlich Panaden weglassen und den Reis ignorieren. Ansonsten können 80% der Rezepte nahezu ummodifiziert übernommen werden. Wer also der englischen Kochsprache mächtig ist, dem sei dieses karibische Kochbuch* empfohlen.

Wörtlich übersetzt heißt „Picadillo“ eigentlich nur „Kleingeschnittenes“ im Sinne von „Gehacktes“, und das ist die Hauptzutat: Hackfleisch. Dazu gesellen sich Paprika, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und Rosinen. Und Kochbananen.

Kochbananen – Die tropische Alternative zur Kartoffel

Kochbananen sind neuerdings in manchen Supermärkten zu finden. Sie sind deutlich größer als normale Bananen und weniger süß: Wenn sie noch grün sind, schmecken sie neutral, fast so wie Kartoffeln. Je gelber sie mit der Zeit werden, um so reifer sind sie. Dann entwickeln sie ein leicht bananiges Aroma und werden immer süßer. So werden sie zu einer flexiblen Beilage, die in Maßen genossen harmlose, „gute“ Kohlenhydrate liefert.

Neugierig? Hier kommt das Rezept zum Nachkochen, es ist eigentlich ganz einfach und für unseren Gebrauch habe ich das Rezept ein wenig angepaßt:

Rezept: Picadillo

Zutaten

  • 3 EL Butter
  • 2 Zwiebeln, kleingehackt
  • 3 Zehen Knoblauch, kleingehackt
  • 2 Paprikaschoten, in Würfel geschnitten
  • ca. 1-2 Packungen Hackfleisch (insgesamt ca. 600-800g)
  • 6 Tomaten (oder 0,5l passierte Tomaten)
  • 3 EL Rosinen
  • 3 EL Oliven, entkernt
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
  • Chilipulver (nach Belieben)
  • 1 Schuß Essig
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Kochbananen, mittelreif (Schale gelb, ersatzweise 3-4 normale Bananen)
  • 4 EL Butter (für die Kochbananen)

Zubereitung

  1. Die Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Darin die klein geschnittenen Zwiebeln, Knoblauch und Paprika anbraten.
  2. Das Hackfleisch dazugeben und unter Umrühren braten, bis es durchgebräunt ist.
  3. Tomaten(mark), Rosinen, Oliven, Lorbeerblätter, Kreuzkümmel, Chilipulver und Essig hinzugeben, salzen und pfeffern und 20 Minuten bei kleiner Flamme unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis das Gericht leicht eindickt.
  4. Inzwischen die Kochbananen schälen, der Länge nach halbieren und jede Hälfte nochmal in der Mitte quer durchschneiden.
  5. In einer weiteren Pfanne die Kochbananen-Stücke unter gelegentlichem Wenden bei mittlerer Hitze in der Butter braten, bis sie goldbraun sind.
  6. Das Picadillo auf Tellern anrichten und mit den gebratenen Bananen darauf servieren.

Guten Appetit!

Picadillo-Tuning

Das Hackfleisch sollte schon von guter Qualität sein. Entweder nimmt man Bio-Hackfleisch oder besser Hackfleisch von Weidetieren, wegen der besseren Fett-Zusammensetzung (Hackfleisch von Weidetieren gibt es neuerdings öfter im Tiefkühlregal, leider aus fernen Ländern wie Neuseeland importiert, da hierzulande echte Weidetiere eher selten zu finden sind).

Im Original-Rezept waren auch Kapern drin, wer’s mag kann sie gerne hineinrühren.

Wer Gemüsereste herumstehen hat, kann sie gerne mit verwerten – es gibt keine festen Regeln, was genau in ein Picadillo hineingehört oder nicht. Wenn ich meinem Vater (der Chilene ist und daher das Gericht natürlich kennt) erzähle, daß wir Picadillo kochen, fragt er gleich: „Picadillo mit was?“ Auch die Fleischsorte läßt sich beliebig variieren.

Picadillo ist jetzt ein fester Bestandteil unseres Wochenplanes. Die Zutaten dafür bekommt man überall (statt Kochbananen kann man auch nicht ganz reife Bananen nehmen) und sie sind günstig, so daß dieses Gericht auch für den kleinen Geldbeutel ein exotisches Paleo-Highlight für Gäste ergeben kann.

Eure Picadillo-Varianten

Wie gefällt Euch dieses Gericht? Welche Varianten dazu habt Ihr Euch ausgedacht? Schreibt Eure Erfahrungen unten in die Kommentare oder schickt mir eine Mail!


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Von Constantin Gonzalez am 28.01.2013, aktualisiert: 18.12.2014 in Rezepte.


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Mein Name ist Constantin, Informatiker und seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit Ernährung, Gesundheit und aktueller Forschung dazu.

Mit der Paleo-Ernährung (oder: „Paleo-Diät“) bin ich heute 18 kg leichter und fitter als je zuvor. Jetzt wandle ich mich vom Couch-Potato zum Athleten. Das hätte ich als klassischer „Geek“ nie gedacht!

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