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Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

17.07.2016, aktualisiert: 19.12.2016 | Kommentare

Das Wunder des Laufens

Frau beim Laufen im Canyon

Neulich fand ich einen interessanten Artikel (auf Englisch) über das Laufen. Was für uns Menschen so selbstverständlich ist, ist in Wirklichkeit nämlich ein echtes Wunder.

Der Artikel porträtiert den Ultramarathon-Läufer Scott Jurek, der vorwiegend Cross-Country-Läufe absolviert.

Allerdings geht es in dem Artikel nicht wirklich um ihn, sondern um die Magie des Laufens an sich. Nicht im esoterischen Sinne, sondern ganz pragmatisch im wie-bewegt-man-sich-auf-zwei-Beinen-fort-ohne-zu-fallen-Sinne.

Denn wenn man sich genau fragt, wie das eigentlich mit den zwei Beinen funktioniert, dann stellt man fest dass das gar nicht so einfach ist.

Vor allem, wenn man ein Ingenieur ist, der einen Roboter bauen will. Das Laufen gehört nämlich immer noch zu den Dingen, die nur ganz wenige Roboter wirklich beherrschen. Die besten Lauf-Roboter mögen zwar atemberaubende Beispiele der Ingenieurskunst sein – sie können aber immer noch weniger als ein 5-jähriges Kind:

Bei Menschen und Tieren spielen sich bei jedem Schritt komplexe Vorgänge unbewusst ab. Diese sind teilweise rein mechanisch oder beruhen auf Reflexen, weil alleine der Signalweg vom Fuß zum Hirn und zurück für eine bewusste Steuerung zu langsam wäre:

  • Die Mechanik der Füße und Beine ist so aufgebaut, dass sie Unebenheiten automatisch abpuffern können.
  • Reflexe in den Fuß- und Beinmuskeln reagieren in Sekundenbruchteilen auf Sinnesreize, um die Balance beim Laufen zu halten.
  • Dabei können Beine und Füße verschiedene Modi unterstützen: Entweder die Muskeln sind vorgespannt und federn bei jedem Schritt, um die Laufenergie auf ebenen Flächen geschickt zu puffern und dadurch effizienter zu sein, oder sie geben bewusst nach, um bei rauem, unwegsamen Gelände die Gelenke zu schützen und Unebenheiten auszugleichen. Wie eine intelligente, automatische Federung.
  • Gleichzeitig scannen Augen und Gehirn die Umgebung unbewusst nach Bodenbeschaffenheit und möglichen Hindernissen ab und planen die nächsten Schrittfolgen. Das erstaunliche hierbei ist, dass diese Schritt-Planung im Voraus erfolgt und quasi blind umgesetzt werden muss, da die Augen stets ein paar Schritte vorausschauen und niemand seine Füße beim Laufen beobachtet.

Diese und andere Wunder beschreibt der Autor sehr schön am Beispiel des Ultra-Läufers – doch sie gelten auch für jeden anderen. Vom Kind bis zum Roboter.

Der Artikel: Running Is Always Blind, von Sam Schramski. Viel Spaß beim Lesen!

Buchtipps

Bild: Laufen Trail Running Frau Läuft von Pixabay-User hinktech unter Creative Commond CC0 Public Domain-Lizenz genutzt.


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Von Constantin Gonzalez am 17.07.2016, aktualisiert: 19.12.2016 in Laufen.


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