Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

Ode an den Slow Cooker: Französischer Schweinebraten mit Kürbis, Pflaumen und bayerischem Touch

Eine leckere Portion Schweinebraten

Neulich entdeckte meine Frau in einer französischen Zeitschrift ein Rezept für Schweinebraten. Das wollten wir natürlich gerne ausprobieren, zumal die Zutaten gut zur Paleo-Küche passten.

Da wir hier in Bayern leben, haben wir unserem Braten noch einen bayerischen Touch hinzugegeben. Auch haben wir das Rezept an den Slow Cooker angepasst. Warum? Weil Gerichte aus dem Slow Cooker Geld und Zeit sparen und auch noch sehr lecker sind. Win – win – win, sozusagen.

Ode an den Slow Cooker

Ein Slow-Cooker funktioniert ganz einfach: Man gibt die Zutaten hinein und dann werden diese bei niedriger Temperatur (ca. 75 °C oder 90 °C je nach Einstellung) über längere Zeit (6-12 Stunden) gekocht.

Durch die niedrige Temperatur und die langen Kochzeiten wird Fleisch sehr zart und es entstehen leckere Aromen. Am besten bereitet man die Zutaten morgens nach dem Frühstück vor und lässt sie dann den ganzen Tag über im Slow Cooker kochen.

Abends ist das Gericht fertig und muss nur noch serviert werden!

Beim Kochen mit dem Slow Cooker sollte man ein paar Dinge beachten:

  • Fleisch sollte man vorher scharf anbraten. Durch das Braten entstehen Röstaromen, die die Grundlage des späteren Geschmacks ergeben.
  • Auch Zwiebeln, Knoblauch und andere Gemüse sollte man kurz anbraten. Denn durch das schonende Niedertemperatur-Kochen im Slow Cooker werden sie sonst nicht weich.
  • Großzügig würzen. Durch das längere Garen entweichen einige Aromen, so dass man ruhig großzügiger mit Kräutern und Gewürzen sein kann. Oder man gibt die Gewürze erst ca. 1 Stunde vor dem Servieren hinzu.
  • Genug Flüssigkeit (Brühe, Wasser, Wein, etc.) hinzugeben. Es sollte kaum was aus der Flüssigkeit herausragen, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt und nichts austrocknet.

Ansonsten geht das Kochen im Slow Cooker ganz leicht: Zutaten schneiden und vorbereiten, Fleisch und ggf. Gemüse anbraten, alles in den Slow Cooker und auf Stufe „Low“ 6–8 Stunden kochen. Wenn man nicht so viel Zeit hat, kann man auch die Stufe „Medium“ wählen und in 4–6 Stunden fertig sein.

Geld sparen mit dem Slow Cooker

Slow Cooker sparen auch Geld!

Die Geräte selbst sind im Internet für unter 50 Euro zu haben. Sie sind simpel aufgebaut und gehen daher kaum kaputt. Durch das lange Garen bei niedrigen Temperaturen werden auch die zähsten Stücke Fleisch (die dadurch wenig kosten) zart und schmackhaft.

Denn die Zähigkeit von Sehnen, Gelenken, etc. kommt von einem Protein namens Kollagen, dass sich bei langem Kochen bei niedrigen Temperaturen aus dem Fleisch auflöst und zu Gelatine umwandelt.

So kann man sich getrost beim Fleischer oder im Supermarkt die günstigeren Stücke wie z. B. Beinscheiben, Suppenfleisch etc. heraussuchen und trotzdem leckere Eintöpfe daraus kochen, die auf der Zunge zergehen.

Das Rezept: Bayerisch-Französische Freundschaft

Schweinebraten im Slow Cooker

Das ursprüngliche Rezept hat meine Frau in der Deutsch-Französischen Zeitschrift écoute gefunden, wo es als Rôti der porc aux pruneaux et potiron confits stand (frei übersetzt: „Schweinebraten im Pflaumen-Kürbis-Sud“).

Um es an den Slow Cooker anzupassen, habe ich lediglich die Flüssigkeits- und Kräutermenge erhöht. Und weil hier in Bayern der Schweinebraten eine knusprige Kruste haben muss, bestellte ich dafür einen Krustenbraten mit Schwarte, die angeschnitten, angebraten und zum Schluss mit Oberhitze knusprig geröstet wurde.

Hier das vollständige Rezept:

Zutaten

  • 800 g Schweinebraten, mit Schwarte
  • 100g Butter
  • 200 g Pflaumen (getrocknet)
  • 800 g Kürbis (z. B. Hokkaido oder Butternut, geschält und gewürfelt)
  • 1 Zwiebel (groß, geschält und in kleine Würfel geschnitten)
  • 2 Knoblauchzehen (geschält und gehackt)
  • 2 EL Honig
  • 100 ml Sherry-Essig (oder Balsamico)
  • 400 ml Kalbs-Fond
  • 1 Bund Thymian (frisch)
  • nach Belieben Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Braten unter fließendem Wasser spülen und trocken tupfen. Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig tief einschneiden. Von allen Seiten mit Salz und Pfeffer einreiben.
  2. Butter in der Pfanne auf mittlere bis hohe Stufe erhitzen (7/10). Den Braten mit der Schwarten-Seite 5 Minuten braten. Danach jeweils 2 Minuten von allen anderen Seiten braten.
  3. Den Braten mit der Schwarte nach oben in einen Slow Cooker geben und im restlichen Fett die Zwiebel, den Knoblauch, die Pflaumen und die Kürbiswürfel bei mittlerer Hitze (5/10) ca. 3 Min. anbraten.
  4. Den Honig hinzugeben und kurz karamelisieren lassen. Mit dem Essig ablöschen.
  5. Den Pfanneninhalt und alle restlichen Zutaten in den Slow Cooker geben. Den Slow Cooker auf Stufe „Low“ einstellen und alles darin 8 Stunden kochen.
  6. Nach der Kochzeit den Ofen auf 180 Grad vorheizen, den Braten aus dem Slow Cooker nehmen und in einer feuerfesten Form im Backofen auf mittlerer bis oberer Stufe bei 180 Grad und Oberhitze backen, bis die Kruste knusprig-golden ist. Wenn der Slow Cooker selbst eine feuerfeste Casserole hat, kann die gesamte Casserole in den Ofen gestellt werden.
  7. Den Braten in Scheiben schneiden und mit Pflaumen und Kürbis auf Tellern anrichten.
  8. Die übrig gebliebene Brühe kann für Suppen und Soßen verwendet werden.

Guten Appetit!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Slow Cookern gesammelt? Was sind Eure Lieblings-Slow-Cooker-Rezepte?

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Von Constantin Gonzalez am 23.01.2018 in Rezepte.


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Mein Name ist Constantin, Informatiker und seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit Ernährung, Gesundheit und aktueller Forschung dazu.

Mit der Paleo-Ernährung (oder: „Paleo-Diät“) bin ich heute 18 kg leichter und fitter als je zuvor. Jetzt wandle ich mich vom Couch-Potato zum Athleten. Das hätte ich als klassischer „Geek“ nie gedacht!

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