Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

Unglaublich: Die Faktenresistenz des menschlichen Glaubens

Mann unter Sternenhimmel

In diesem Blog versuche ich, die Wahrheit über Ernährung, Gesundheit und Fitness zu finden. Basierend auf Fakten und sauberen, logischen Schlussfolgerungen. Rein wissenschaftlich.

Das ist manchmal erstaunlich schwer: Fakten können gefälscht werden, Schlussfolgerungen können irreführend sein und nicht immer ist etwas, was wissenschaftlich klingt auch wissenschaftlich richtig.

Bei der Suche nach Wahrheit und Wissen kann einem auch der eigene Kopf einen Strich durch die Rechnung machen: Irren ist menschlich.

Vor allem, wenn Glaube ins Spiel kommt: Dann nämlich gibt es einen Konflikt zwischen dem, was man glaubt und dem, womit uns die Realität konfrontiert.

Dieser Konflikt findet immer wieder statt und auch hierfür gibt es eine rein wissenschaftliche Erklärung.

Die Reaktionen auf den kürzlich erschienen Artikel Homöopathie: Hilfreich oder Humbug? sind ein typisches Beispiel für den Konflikt, der zwischen Glaube und Wahrheit entstehen kann. Vor allem, wenn Menschen im Spiel sind.

Logisch, denn nur Menschen können Glauben. Müssen glauben, denn es gibt nur wenige Dinge, die wirklich 100% unumstößlich und unwiderlegbar wahr sind. Mathematik ist so etwas. Danach wird’s schon eng.

Glaube und Wissen

Und so ist vieles, ja, das meiste, was wir in unseren Köpfen umhertragen und „zu wissen glauben“ irgendwo zwischen Glaube und Wissen.

„Your mind, it is the center of your life. It is everything you hear, everything you see, everything you feel … It is everything you are.“

Total Recall, 1990

Dieses Zitat aus dem Film Total Recall (Das Original von 1990 natürlich, nicht das Remake) bringt es schön auf den Punkt: Jeder Mensch ist nur die Summe seiner Sinneserfahrungen und dessen, was sie/er für Schlussfolgerungen daraus gezogen hat. Alles, was wir sehen, hören, schmecken, riechen oder spüren ist für uns „Realität“. Doch Sinne lassen sich täuschen und sie können uns in die Irre führen. Daher reicht unsere Sinneswahrnehmung alleine nicht aus, um zu entscheiden, ob etwas wahr ist oder vielleicht nur eine Täuschung.

Wahrheit oder Täuschung? Diese Frage kann Leben kosten. Daher haben Lebewesen und vor allem der Mensch durch Evolution das Gehirn entwickelt, um dem Rätsel „Wahrheit vs. Täuschung“ mit Hilfe verschiedener Formen von Intelligenz zu begegnen – von simplen Reflexen über Intuition bis zur glasklaren Logik eines Mathematikers oder Philosophen.

Unser Gehirn ist dazu da, unseren Sinneseindrücken und den vielen Informationen, die wir jeden Tag, jedes Jahr, ein ganzes Leben lang aufnehmen einen Sinn zu geben. Es wertet sie aus, erkennt Muster, zieht Schlüsse und speichert diese als Erfahrung ab.

Überzeugungen: Glaube oder Wissen?

Erfahrungen, die wir immer wieder machen, neigen dazu, sich zu festigen. Sie werden bestätigt und je häufiger sie bestätigt werden, desto stärker werden sie zu einer Überzeugung.

Wikipedia definiert Überzeugung als:

„… eine feste, unerschütterliche, durch Nachprüfen eines Sachverhalts oder durch Erfahrung gewonnene Meinung – oder ein fester Glaube.“

Eine solche Überzeugung, oder ein Glaube muss dabei nicht wahr sein. Wenn wir uns etwas nur häufig genug einreden, es häufig genug erleben oder sehen, dann sind wir überzeugt, dass es so sein muss.

Da Überzeugungen zu dem passen, was wir täglich erleben (sonst hätten sie sich ja nicht festigen können), sind sie vom Wahrheitsgehalt her für unseren Körper „gut genug“, denn sie helfen uns, mit unserem Leben klar zu kommen.

Und so häufen wir im Laufe unseres Lebens Überzeugungen an. Stück für Stück bauen wir uns ein Gedankengebäude auf, aus Überzeugungen, die wir als „wahr“ betrachten. Denn sie „funktionieren“. Ein Gebäude aus Überzeugungen die uns helfen, die Welt zu erklären. Ein Weltbild.

Das Fundament unserer Gedankengebäude sind Glaubenssätze: Dinge, die wir als „wahr“ betrachten, die uns unumstößlich erscheinen, die wir als Entscheidungsgrundlage für alles mögliche verwenden, jeden Tag und in jeder Situation.

Glaubenssätze sind wichtig und daher schützen wir sie instinktiv: Unser Unterbewusstsein tut alles, um unsere Glaubenssätze zu schützen, sie zu verteidigen. Denn wenn wir sie nicht hätten, könnten wir uns nicht mehr entscheiden, wir wären orientierungslos, verloren und damit leichte Beute für unsere Feinde.

Und so suchen wir unterbewusst nach Bestätigung, um unsere Glaubenssätze zu stärken. „Das habe ich schon immer gewusst!“ Wir nähren sie, um sie von innen zu stärken, indem wir uns an all die Fälle erinnern, in denen wir unseren Glauben bestätigt gesehen haben. Vielleicht haben wir mal etwas erlebt, was nicht zu unserer Überzeugung gepasst hat. Dann gehen wir einfach davon aus, dass es sich um einen Irrtum, eine Täuschung, einen Fehler gehandelt haben muss. Muss. Denn das, was wir „wissen“ ist ja „wahr“.

Oder nicht?

Doch, natürlich ist das wahr! Das wissen wir doch!

„Das darf nicht wahr sein“

Gelegentlich passiert etwas, das unsere Glaubenssätze erschüttern kann.

Etwas, das wir nicht ignorieren können. Jemand, der uns mit der Nase auf einen Widerspruch in unserem Glaubenssystem, unserem Fundament stößt. Oder eine Erfahrung, die wir uns nicht erklären können. Die unser Weltbild in Frage stellt. Kann es sein, dass wir bisher etwas geglaubt haben, das falsch war?

Dann schlägt das Unterbewusstsein Alarm: Da hat jemand was Falsches gesagt! Das habe ich ja noch nicht gehört! Unerhört! Was bildet der sich ein! Das kann doch nicht wahr sein! Das darf nicht wahr sein!

Unser Unterbewusstsein in Aktion. Es schützt unser Gedankengebäude, unser Weltbild. Die Grundlage unseres Seins, das in diesem kleinen, feuchten, wabbeligen Gefängnis namens „Hirn“ festsitzt und den ganzen Tag lang einen Sinn in diesen vielen, verwirrenden und jetzt auch noch widersprüchlichen Sinneseindrücken zu bringen versucht.

Angriff!

Und was machen wir, wenn jemand unsere Überzeugung in Frage stellt? Wenn jemand unser Gedankenhaus verändern will? Vielleicht will er es ja zerstören? Uns unsere Gedankengrundlage nehmen? Die Grundlage unseres Seins?

Richtig. Wir schlagen zurück. Was sonst? Jeder Angriff schreit nach Verteidigung.

Dabei ist es egal, wer Recht hat und wer nicht. Was wahr ist oder falsch. Denn nun geht es nur um eines: Die Verteidigung unserer Glaubenssätze.

Alles, was man für ein solches Szenario braucht ist eine feste Überzeugung, ein Glaube, und jemand, der das in Frage stellt.

Die Geschichte ist voll davon:

  • Galileo Galilei zeigte, dass die Erde sich um die Sonne dreht, und nicht umgekehrt. Das brachte ihm die Inquisition.
  • Barry Marshall wurde jahrelang ausgelacht, weil er ein Bakterium als die wahre Ursache für Magengeschwüre sah. Erst als er sich selbst mit dem Bakterium H. Pylori infizierte und darauf ein Magengeschwür bekam, das er mit Antibiotika wieder heilte, konnte er seine Gegner überzeugen.
  • Ein modernes Beispiel ist die Cholesterin-Hypothese, die zunehmend ins Wanken gerät. Ihre Befürworter der alten Cholesterin-Schule geben immer noch nicht auf. Mehr dazu in: Alles, was man über Cholesterin wissen sollte.

Der Konflikt zwischen Glaube und Realität ist so stark, dass er Schicksale bestimmen, Leben fordern und ganze Kriege entfachen kann.

Oder großes Kino: Neo, der in Matrix erkennen muss, dass sein ganzes Leben nur eine Täuschung aus einer Maschinen-Hölle war. Oder Luke, dessen Gedankengebäude mit dem Satz „Ich bin Dein Vater“ zusammenbricht. Die „Volksfront von Judäa“, dessen Dogmatismus nicht wahrhaben will, dass die „Judäische Volksfront“ die gleichen Ziele verfolgt. Oder Douglas Quaid, unser Held aus Total Recall, gespielt von Arnold Schwarzenegger, der am Ende nicht mehr weiß, ob er sein Abenteuer wirklich erlebt oder alles nur geträumt hat.

Die Macht des Unterbewusstseins in Aktion. Ein Jahrmillionen alter Mechanismus, der uns davor schützen will, ständig unsere Meinung zu ändern, und dadurch zum Spielball zufälliger neuer Informationen zu werden.

Nicht weniger spektakulär, dafür umso häufiger treten solche Konflikte im Internet auf: Foren-Diskussionen, wütende Emails, Blog-Kommentare, Facebook-Gruppen und andere Brouhahas der täglichen Netzwelt sind voll von Neue-Fakten-treffen-alten-Glauben-Kriegen.

Und so ist es ganz normal, wenn kontroverse Artikel, z. B. über Homöopathie, Agavendicksaft oder Kohlenhydrate eine Vielzahl emotional geladener Kommentare anzieht.

Der Backfire-Effekt

Die menschliche Neigung, Informationen zu widersprechen, die nicht zu den eigenen Überzeugungen passen, oder diese zu bekämpfen ist in der Psychologie ein bekanntes Phänomen. Man spricht dann von einem Bestätigungsfehler.

Dabei kann die Abwehr der neuen Information so stark sein, dass sie zu einer Verstärkung des bisherigen Glaubens führt: Unerhört! Der ist bestimmt von der bösen Pharma-Industrie gekauft! Die wollen mich nur unterkriegen! Jetzt erst recht!

Dieser Effekt heißt Backfire-Effekt (siehe auch: Wikipedia: Confirmation Bias -> Polarization of opinion), ein Begriff, der erst vor weniger als 10 Jahren erkannt wurde.

Irren ist menschlich. Oder eher tierisch?

Bestätigungsfehler und Backfire-Effekt haben unseren Urahnen offenbar geholfen, mit einer Welt voller Unsicherheiten klar zu kommen. In unserer heutigen Zeit jedoch, in der Wissenschaft und Forschung, Technik und vor allem die Informations-Technologie uns helfen können, der Wahrheit mit der Sicherheit mathematischer Logik sukzessive näher zu kommen, können solche Effekte hinderlich sein.

Unsere moderne Welt gibt uns das erste Mal in der Evolution die Gelegenheit, näher an die Wahrheit der Dinge, wie sie wirklich sind, zu kommen, als je zuvor. Nur manchmal bricht immer noch der Affe in uns durch, der vor Wut mit Kötteln schmeißt. In solchen Fällen sollten wir lieber: Innehalten, nachdenken und gegebenenfalls unser Weltbild anpassen. Oder zumindest in Frage stellen.

Das heißt nicht, dass wir fortan alles glauben müssen: Gerade das Internet und moderne Technologien verstärken nicht nur die Suche nach der Wahrheit, sie helfen genauso gut auch, Fehlinformationen oder Irreführendes zu verbreiten.

Statt dessen sollten wir uns einmal mehr dessen bewußt sein, woher wir als Menschheit kommen und wie unser durch Jahrmillionen Evolution geformtes Gehirn und sein Bewusstsein funktioniert, mit allen Fehlern aber auch der Fähigkeit, selber nachzudenken – statt andere Denken zu lassen.

Mehr Eigenverantwortung also.

Ist nicht einfach, sonst würde es jeder tun. Aber ich bin sicher, dass diejenigen, die sich die Mühe machen, Ihre eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen, ihre Gedanken zu sortieren und sich ihres Gedankengebäudes bewusst zu werden viel bessere Chancen haben, mit unserer modernen Zivilisation klar zu kommen.

Übrigens: Bestätigungsfehler und Backfire-Effekt sind nur zwei Beispiele für kognitive Verzerrungen, denen jeder von uns täglich ausgesetzt ist, und die dazu beitragen können, dass unser Weltbild nicht ganz der Realität entspricht. Die deutsche Wikipedia kennt über 20 weitere kognitive Verzerrungen. Da kann ich mich schon wundern, wie ich heute morgen erfolgreich meinen Kaffee trinken konnte, ohne in einen Clinch mit der Realität zu geraten …

Ich glaube, die Zukunft gehört denen, die sich selbst in Frage stellen können. Die bereit sind, eigene Glaubenssätze angesichts neuer Informationen zu überprüfen. Die sowohl beständig genug sein können, um die Richtung nicht zu verlieren, aber flexibel genug, um nicht an der Realität neuer Fakten zu zerbrechen, oder den Weg der Dinosaurier zu gehen. Diese konnten ihr Weltbild bekanntlich nicht schnell genug anpassen.

„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“

Max Planck, 1948

The Oatmeal

Wer die englische Sprache beherrscht, für den habe ich ein ganz besonderes Schmankerl: Der amerikanische Cartoonist „The Oatmeal“ hat vor wenigen Tagen diesem Thema einen wunderschönen Comic gewidmet: You're not going to believe what I'm about to tell you. („Du wirst nicht glauben, was ich Dir gleich sagen werde.“)

Viel Spaß beim Lesen!

Und was ist mit Dir? Denkst Du für Dich selber? Lässt Du andere für Dich denken? Lässt Du Dich vom Unterbewussten leiten, das noch stark vom Reptilhirn geprägt ist und Dich auf unerwartete, kontroverse Informationen mit einem Kampf- oder Flucht-Reflex reagieren lässt?


Foto: Mann mit Sternenhimmel, von Unsplash-User Jeremy Thomas, genutzt unter der freien Unsplash-Lizenz.

Screenshot: The Oatmeal, aufgenommen am 6. Mai 2017.

Von Constantin Gonzalez am 07.05.2017, aktualisiert: 08.05.2017 in Allgemein.


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Mein Name ist Constantin, Informatiker und seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit Ernährung, Gesundheit und aktueller Forschung dazu.

Mit der Paleo-Ernährung (oder: „Paleo-Diät“) bin ich heute 18 kg leichter und fitter als je zuvor. Jetzt wandle ich mich vom Couch-Potato zum Athleten. Das hätte ich als klassischer „Geek“ nie gedacht!

In Paleosophie geht es um Paleo-Ernährung, was dahinter steckt, wie sie funktioniert und um immer neue Möglichkeiten, das Beste aus Deinen Genen zu machen. Mehr…

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