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Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

01.01.2016, aktualisiert: 17.09.2016 | Kommentare

Gute Vorsätze – aber wie?

Gipfel in der sächsischen Schweiz

Im letzten Artikel ging es darum, zum Jahresabschluss über die Erfolge, Ereignisse und Erfahrungen des vergangenen Jahres nachzudenken.

Mit dieser Grundlage kann man am Anfang des neuen Jahres sinnvolle Vorsätze für das neue Jahr aufschreiben, die man auch wirklich umsetzt:

Denn gute Vorsätze für das neue Jahr sind bekannt dafür, dass sie oft doch nicht umgesetzt werden. Warum eigentlich? Und wie kann man seine eigenen guten Vorsätze so auswählen, dass man sich auch daran hält?

Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Dir vielleicht weiter helfen kann.

Warum „funktionieren“ gute Vorsätze häufig nicht?

Laut einer Statistik der Universität Scranton in Pennsylvania setzen nur 8 % der Befragten ihre guten Vorsätze für das neue Jahr wirklich um.

Warum so wenige? Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, das liegt einfach daran, dass gute Vorsätze oft einfach nicht ernst genommen werden: Man nimmt sich zwar etwas vor, lässt sich dann aber vom Alltag ablenken und vergisst wieder, was man sich vorgenommen hatte.

Oder man wählt gute Vorsätze aus, weil es alle machen, steht aber nicht wirklich dahinter. Es ist einfach, zu sagen dass man „sich gesund ernähren will“, „mehr Sport machen will“, „das Rauchen aufgeben will“ und so weiter. Nur das Tun nach dem Sagen ist das eigentlich Schwierige.

Warum nimmt man solche Vorsätze nicht ernst?

Weil sie einem nicht wirklich wichtig sind.

Aber was genau ist: wirklich wichtig?

Was ist eigentlich für Dich wirklich wichtig?

Wann ist eigentlich etwas wirklich „wichtig“ für einen Menschen?

Wichtig ist doch etwas, an das man täglich denkt, für das man alles stehen und liegen lässt, etwas, das zentral für das eigene Leben, das eigene Glück, die eigenen Träume und die eigenen Werte ist. Etwas, an das echte, starke Gefühle geknüpft sind.

Nur dann kann man die Kraft aufbringen, gute Vorsätze umzusetzen, jeden Tag, egal was kommt und egal welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. Weil nicht nur der Verstand, sondern auch die Gefühle und damit das eigene Unterbewusstsein mit im Spiel ist.

Wenn der innere Schweinehund Deinen guten Vorsätzen im Weg ist, musst Du ihn Dir zum Freund machen.

Ich glaube hier liegt der Schlüssel für wirklich sinnvolle und erfolgreiche gute Vorsätze:

  1. Finde heraus, was Dir wirklich wichtig ist,
  2. finde Träume, die Deine stärksten Gefühle ansprechen,
  3. mache daraus Ziele, die Dich jeden Tag ein bisschen glücklicher machen.

Schauen wir uns die drei Schritte genauer an:

1. Finde heraus, was Dir wirklich wichtig ist: Deine Werte.

Hier können wir nahtlos am Rückblick über das vergangene Jahr ansetzen: Was waren die Highlights des Jahres und warum waren sie für Dich so wichtig?

Wenn man intensiv über diese Frage nachdenkt, landen wir bei Werten.

Werte sind Dinge, die so grundlegend für den Menschen sind, dass wir alles andere ihnen unterordnen.

Das können Dinge sein wie: Liebe, Freiheit, Macht, Geborgenheit, Wertschätzung, Gesundheit, Frieden, Leidenschaft, Ehrlichkeit, Menschen helfen, Wissen, Abenteuer erleben, Sicherheit, Gerechtigkeit, Erfolg, Kreativität.

Welche Werte fallen Dir noch ein?

Jeder Mensch hat andere Werte und sie können individuell sehr verschieden sein. Man kann viele Werte haben, oder vielleicht nur eine Handvoll. Werte kann man priorisieren. Werte können sich in bestimmten Situationen widersprechen. Oder sie können sich ergänzen.

Werte sind unser innerer Kompass, der uns sagt, was wichtig ist und uns hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Daher lohnt es sich, die eigenen Werte zu kennen, sie aufzuschreiben und sich ihrer bewusst zu werden.

Der erste Schritt: Schreib Deine Werte auf!

Das kann eine einfache Liste mit 5 – 10 Begriffen sein, die Dir wirklich wichtig sind. Wenn Du Mühe hast, die richtigen Werte für Dich zu finden, dann fang einfach mit der obigen Liste an und streiche weg, was Dir weniger wichtig ist oder schreibe dazu, was Dir fehlt.

Zum Schluss solltest Du versuchen, Deine Werte in eine Reihenfolge zu bringen, der wichtigste Wert zuerst und so weiter. Dabei helfen Fragen wie: Kannst Du Wert 1 ohne Wert 2 haben? Wenn Du nur einen Wert wählen könntest, ist es Wert 1 oder lieber Wert 2? Welchen Wert musst Du zuerst erfüllen, bevor Du den nächsten Wert erfüllen kannst?

Deine Werte-Liste muss nicht perfekt sein: Zwanzig Minuten oder eine halbe Stunde und ein wenig Nachdenken genügt, um 5 – 10 Werte aufzuschreiben und sie in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Du kannst jederzeit zu Deiner Werte-Liste zurückkehren, wenn Du daran etwas ändern möchtest.

2. Träume, Ziele und Pläne, die zu Deinen Werten passen.

Jetzt wird es spannend: Du kennst nun Deine wichtigsten Werte und hast damit einen Schlüssel gefunden, der Dir zeigt, was Dir wirklich wichtig ist.

Davon ausgehend kannst Du jetzt einfach darauf los träumen: Was würdest Du am liebsten tun, wenn ein Geist aus der Flasche Dir jeden Wunsch erfüllen könnte?

Der zweite Schritt: Schreibe auf, was Du am liebsten tun oder sein würdest, wenn alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen würden.

Und zwar hemmungslos und ohne Rücksicht auf Grenzen!

Möchtest Du ein Rockstar sein? Die Welt bereisen? Millionär sein? Was würdest Du dann mit dem Geld machen? Einen Wettkampf gewinnen? Ein Buch schreiben und Millionen von Lesern gewinnen? Dich selbständig machen? Oder einen Traumjob finden? Eine Firma gründen? Menschen in der dritten Welt helfen? Astronaut werden und auf den Mars fliegen? Einen Weltrekord aufstellen? Eine chronische Krankheit heilen? Kinder groß ziehen? Ein Haus bauen? Ein Hochhaus? Eine Stadt gründen? Ein Instrument lernen und vor Millionen von Menschen spielen? Den nächsten Star Wars Film mit J. J. Abrams drehen?

Es ist nicht wichtig, ob Deine Träume „realistisch“ sind oder nicht.

„Realistisch“ ist nur ein relativer Begriff. Wichtig ist nur, dass Du herausfindest, was Dich im tiefsten Inneren begeistert, was Dich mit Leidenschaft erfüllt, was Dich glücklich macht und was Dein Leben mit Sinn erfüllt.

Beim Finden Deiner Träume helfen Dir Deine Werte: Wie fühlt es sich an, wenn Du Deine Werte ausleben kannst? Was macht jemand, der Deine Werte verkörpert? Was kannst Du tun, um Deine Werte weiter zu entwickeln?

3. Ziele, die man Tag für Tag verfolgen kann

Wie verspeist man einen Elefanten? Stück für Stück!

Nachdem wir uns über unsere Werte im Klaren geworden sind und hemmungslos unsere größten Wünsche erträumt haben, die uns über unsere Werte mit Begeisterung erfüllen wird es Zeit, realistisch zu werden, denn ein Traum ohne einen Plan wird immer ein Traum bleiben.

Also geht es jetzt darum, konkret zu planen, wie wir im neuen Jahr unseren Träumen näher kommen können.

Manche Träume kann man sich in einem Jahr erfüllen: Z. B. eine Weltreise, ein neues Hobby anfangen, die Ernährung umstellen, einen Marathon laufen usw. Andere Träume mögen zwar viel größer sein, als man in einem Jahr schaffen kann, aber es gibt immer einen Weg, einen Teil oder zumindest einen Anfang von einem großen Wunsch in einem Jahr zu schaffen.

Der dritte Schritt: Schreib Dir neben jedem Deiner Träume aus Schritt 2 eine Zahl auf, die sagt, wie viele Jahre es dauern wird, bis Du diesen Traum verwirklicht hast!

Sind es 10 Jahre? 5 Jahre? 3 oder 1 Jahr?

Suche Dir dann für jede Deiner Rollen ein Ziel aus Deinen Träumen heraus, das Du in einem Jahr erreichen könntest.

(Zu „Rollen“ siehe: Zeit für Besinnung – aber wie?, also „Angestellter“, „Mutter“, die eigene Persönlichkeit usw.)

Ziele sollten möglichst konkret sein, damit Du am Ende des neuen Jahres eindeutig sagen kannst, ob Du sie erreicht hast oder nicht und damit Du im Laufe des Jahres sehen kannst, welche Fortschritte Du gemacht hast.

Das Schema „Von X auf Y bis Z“ hat sich dabei bewährt, also „Von 90 kg auf 70 kg bis Ende des Jahres“. Oder: „Von 1 Klimmzug auf 20 Klimmzüge bis zum Sommer“. Da bei diesem Schema der Anfang immer mit dabei ist, sieht man schon nach wenigen Monaten Fortschritte, die Dich motivieren.

Gute Vorsätze, die wirklich etwas bringen

Am Ende solltest Du eine Liste mit einer Handvoll konkreter Ziele haben, die Dich Deinen Träumen näher bringen und die zu Deinen Werten passen.

Genau deswegen werden es Ziele sein, die Du gerne verfolgen wirst – auch wenn es zwischendurch schwierig wird, oder unvorhergesehene Ereignisse Dir Steine in den Weg legen.

Jetzt hast Du Dein Unterbewusstsein auf Deiner Seite: Es wird Dir unbewußt helfen, Deine Ziele zu erreichen, Dir die Augen öffnen, um neue Möglichkeiten für Dich zu erkennen und es Dich unterstützen, wenn Du Dich überwinden musst und Dir einen Extra-Schubs geben, wenn Du ihn brauchst.

Jetzt ist es besonders wichtig, konkret zu werden:

  • Schreib Deine Ziele für das neue Jahr auf und sorge dafür, dass Du sie jeden Tag vor Augen hast: Im Kalender, im Portemonnaie, als Desktop-Hintergrund, als Post-It auf dem Badezimmerspiegel usw. Das hilft Dir, Dich zu erinnern, jeden Tag etwas für Dich zu tun – und für Deine Träume.
  • Mache den nächsten Schritt gleich jetzt: Was kannst Du heute noch tun, um Deinen Zielen für das neue Jahr ein Stückchen näher zu kommen? Melde Dich für einen Kurs an, wenn Du etwas Neues lernen möchtest. Bestell ein Buch, das Dir die nächsten Schritte liefert. Gehe raus und absolviere Deine erste Lauf-Runde im neuen Jahr. Mach einen Plan und verfeinere ihn schrittweise. Je konkreter Du über die nächsten Schritte hin zu Deinen Zielen nachdenkst, desto einfacher werden sie für Dich umzusetzen sein.
  • Erzähle Freunden und Bekannten von Deinen Zielen, damit sie Dir helfen, ehrlich zu bleiben. Ein bisschen sozialer Druck hat so manchem über seinen inneren Schweinehund hinweggeholfen.

Und damit wünsche ich Dir schönes neues Jahr 2016 und dass es Dich Deinen Träumen ein gutes Stück näher bringen möge!

Von Constantin Gonzalez am 01.01.2016, aktualisiert: 17.09.2016 in Allgemein.


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Mein Name ist Constantin, Informatiker und seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit Ernährung, Gesundheit und aktueller Forschung dazu.

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