Paleosophie | Tipps und Hintergründe für den zivilisierten Urmenschen | von Constantin Gonzalez

Schnell, simpel, superlecker: selbst geröstete Macadamianüsse

Geröstete Macadamianüsse

Manche Rezepte sind so einfach und dennoch so lecker!

Wie dieser Snack: Selbst geröstete Macadamianüsse.

Nachdem wir im vorletzten Blog-Post über Salz gesehen haben, dass Kochsalz etwas Gutes ist, fehlt nur noch ein passendes Rezept. Und da fällt mir mein absoluter Lieblings-Snack ein: selbst geröstete Macadamianüsse.

Nüsse: Lecker, aber mit Vorsicht zu genießen

Nüsse gehören zu den beliebtesten Snacks in der Paleo-Ernährung. Paleo-Blogs sind voll von Gebäck-„Nachbauten“ auf Nuss-Basis. Aber in größeren Mengen können Nüsse auch Nachteile haben:

  • Viele Nüsse werden leicht ranzig. Das liegt am hohen Anteil von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. „Ungesättigt“ kann man hier auch als „unsatt“ bzw. „hungrig“ verstehen: Chemisch betrachtet sind ungesättigte Fettsäuren „hungrig“ danach, sich mit anderen Stoffen zu verbinden. Z. B. mit dem Sauerstoff der Luft. Das ist genau der chemische Vorgang, dessen Ergebnis „ranzig“ ist.
  • Apropos mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Manche Nüsse haben einen hohen Omega-6-Fettsäuren-Anteil und nur wenig Omega-3. Das ist prinzipiell nicht schlecht, aber zu viel Omega-6-Fettsäuren können im Körper mit Omega-3-Fettsäuren um wichtige biochemische Pfade konkurrieren. Dann wirken sie entzündungsfördernd. Leider sind in der typischen Zivilisations-Ernährung jede Menge Omega-6-Fettsäuren drin: Aus Getreideprodukten, pflanzlichen Ölen, Geflügel- und Schweinefleisch aus Massentierhaltung (weil hier mit viel Getreide gefüttert wird) und so weiter. Abhilfe: Omega-3-Fettsäuren aus Fischen und Meeresfrüchten.
  • Nüsse enthalten Phytinsäure. Und die erschwert im Körper die Aufnahme von Mineralien. Daher kann man die meisten Nüsse kaum als Mineralienquelle ernst nehmen. Und wenn sie mit anderen Speisen kombiniert werden, können sie auch die Mineralienaufnahme aus anderen Nahrungsmitteln blockieren.
  • An Nüssen kann man sich leicht überessen: Nüsse sind lecker und eine Handvoll bleibt selten allein. Nüsse haben aber auch eine sehr hohe Kaloriendichte. Auch wenn wir inzwischen wissen, dass Kalorien nicht gleich Kalorien sind, sollte man nicht ignorieren, dass Nüsse sehr nahrhaft sind.

Fazit: In kleinen Mengen sind Nüsse O.K., aber man sollte nicht übertreiben.

Doch jetzt zurück zu den Macadamianüssen!

Macadamias: Die besten Nüsse

Wenn man sich die oben genannten Aspekte betrachtet, dann schneiden Macadamianüsse am besten ab:

  • Der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren insgesamt liegt bei Macadamias bei nur etwa 2 %. Der Rest sind gesättigte Fettsäuren (ca. 12 %) und einfach ungesättigte Fettsäuren (ca. 59 %). Da wird so schnell nichts ranzig. Übrigens: Die einfach ungesättigten Fettsäuren sind die, die dem Olivenöl seinen guten Ruf geben. Die Fettsäuren in Macadamias sind also sehr gesund!
  • Auch wenn es nur 2 % sind, stimmt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Säuren. Mit einem Verhältnis von 2:1 (n-6 zu n-3) kann man nichts falsch machen, auch wenn man schaffen sollte, so viele Macadamianüsse zu essen, dass die Omegas zum Faktor werden.
  • Macadamianüsse haben gegenüber anderen Nüssen einen geringen Anteil an Phytinsäure. Also wenig Gefahr von Mineralienmangel durch Nuss-Konsum.
  • Bleibt noch die Energiedichte. Na ja, nichts ist perfekt und auch Macadamias sind mit ca. 73 % Fett und ca. 13 % Kohlenhydraten echte Kalorienpakete. Also lieber als Snack essen – dafür mit Genuss und dem Wissen, dass sie zu den besten Nüssen überhaupt gehören.

Dass Macadamias gesund sind, findet auch die Wissenschaft. Am Ende des Artikels sind drei Studien zitiert, die der leckeren Nuss eine positive Wirkung auf Blutfettwerte und andere Herz- und Kreislauf-Faktoren bescheinigen. [1], [2], [3]

Doch seien wir ehrlich: Kaum jemand isst Macadamias, weil sie so gesund sind. Das ist nur die Ausrede und jetzt habt Ihr einen Blog-Post und drei Studien, auf die Ihr zeigen könnt.

In Wirklichkeit essen wir doch Macadamias, weil sie so gut schmecken!

Und das bringt uns zum Rezept:

Rezept: selbst geröstete Macadamianüsse

Macadamias in einer Schüssel

Hier das Rezept, es ist ganz einfach und das Ergebnis schmeckt besonders warm himmlisch:

Zutaten

  • 250 g Macadamianüsse (roh, geschält)
  • nach Belieben Salz

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 160° Celsius Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Nüsse auf ein Backblech mit Backpapier gleichmäßig verteilen.
  3. Ca. 7 Minuten backen. Ab der 5. Minute die Nüsse beobachten: Sobald sie anfangen, goldbraun zu werden müssen sie raus!
  4. Nach Belieben salzen.

Wichtig: Unbedingt vermeiden, dass die Nüsse zu stark gebräunt werden, denn sie können dann leicht verbrannt schmecken.

Übrigens: Wenn Bio-Macadamias schwer zu kriegen oder zu teuer sind, ist das kein Beinbruch. Macadamianüsse sind bekannt dafür, dass sie einen besonders harten Kern haben (daher auch immer gleich geschälte Nüsse kaufen). Da dringt nichts durch, auch keine schädlichen Stoffe.

Quellen

[1]
Garg ML, Blake RJ, Wills RB: Macadamia nut consumption lowers plasma total and LDL cholesterol levels in hypercholesterolemic men., 2003
[2]
Griel AE, Cao Y, Bagshaw DD, Cifelli AM, Holub B, Kris-Etherton PM: A macadamia nut-rich diet reduces total and LDL-cholesterol in mildly hypercholesterolemic men and women., 2008
[3]
Garg ML, Blake RJ, Wills RB, Clayton EH: Macadamia nut consumption modulates favourably risk factors for coronary artery disease in hypercholesterolemic subjects., 2007

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Von Constantin Gonzalez am 20.11.2019 in Rezepte.


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Mit der Paleo-Ernährung (oder: „Paleo-Diät“) bin ich heute 18 kg leichter und fitter als je zuvor. Jetzt wandle ich mich vom Couch-Potato zum Athleten. Das hätte ich als klassischer „Geek“ nie gedacht!

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